10

Schüler üben Demokratie

DGB Netzwerk bietet Projekttage gegen Rassismus und Gewalt an

Die DGB-Initiative „Netzwerk für Demokratie und Courage“ (NDC) hat in den zwei Jahren ihres Bestehens mit 180 Projekttagen an 75 Schulen des Landes mehr als 4500 Schüler erreicht. Junge, ehrenamtliche Projektleiter leisten pädagogische Aufklärung gegen Rechtsextremismus und Gewalt und trainieren mit den Schülern gewaltfreie Problemlösung. „Das Projekt ist unter anderem so erfolgreich,  weil wir Jugendliche da abholen, wo sie sind, in ihrer Lebenswelt“, sagte der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Dietmar Muscheid, bei einer Veranstaltung des Netzwerkes im Mainzer Bruchwegstadion. „Schule ist schon längst keine heile Welt mehr. Es wird geschlagen, gedemüdigt und gemobbt. Deshalb gehen wir mit unseren Angeboten insbesondere an Schulen.“

Schulen können beim NDC fünf verschiedene Projekttage kostenfrei anfordern, unter anderem „Am Anfang war das Vorurteil“ oder „Demokratie und Mitbestimmung“. Ausgearbeitet und durchgeführt werden die Tage von speziell geschulten, ehrenamtlichen „Teamern“, meist Studentinnen und Studenten zwischen 20 und 28 Jahren. Sie verzichten auf Frontalunterricht und praktizieren das Konzept des gegenseitigen Lernens von Gleichaltrigen. Auch das ein Erfolg des Projekts: 103 Freiwillige wurden bisher als Teamer gewonnen.

Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) lobte die Arbeit des Netzwerkes als Beitrag zur ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. „Wähler der rechtsextremen Parteien sind heute nicht  mehr nur die Alt Nazis. Die Bekämpfung des
Rechtsextremismus bleibt einegesamtgesellschaftlicheAufgabe.“

 

Demokratie und Courage – Jugendliche stark machen

Projekttag der Klassen 10 der Albert-Schweitzer-Realschule

 

Unter dem Motto „Demokratie und Courage“ führten junge Teamer des DGB-Rheinland-Pfalz und die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 einen  Projekttag durch. In einem Planspiel „Monolizien – Irgendwen trifft’s immer oder: Mir wäre das nicht passiert“ sollten die Schülerinnen und Schüler für die Problematik Gehorsam, Autorität, Macht und Widerstand  sensibilisiert werden. Die Jugendlichen erlebten, wie es ist, wenn man Macht hat bzw. wenn man ohnmächtig ist. Sie schlüpften in verschiedene Rollen – alleinherrschende Partei, obrigkeitshörige Nachrichtenagentur, Bürgerinitiative, unabhängige Zeitung, frecher Jugendverband - und verteidigten ihre jeweilige Position. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich aktiv mit Machtstrukturen und Verhaltensmustern auseinander.

Abgerundet wurde der Tag mit einem „Courage-Spiel“, das von den Teilnehmern ein starkes Selbstbewusstsein forderte. Mit Courage die eigene Meinung vertreten, auch wenn andere anders denken, bedeutet eine Herausforderung, der sich die Jugendlichen täglich stellen sollten.

„Uns ist bewusst geworden, mit wie vielen Vorurteilen unsere Welt behaftet ist“, äußerte eine Teilnehmerin. „Wie schwierig es ist, mit Macht bzw. Ohnmacht umzugehen“, war für viele eine wichtige Erfahrung. Die Jugendlichen stellten fest, dass „Macht und Kontrolle sehr verführerische Elemente sind, die ein enormes Verantwortungsbewusstsein verlangen“.

Ziel des Projekttages war, das demokratische Verständnis der Schülerinnen und Schüler zu fördern, Mut zum Handeln aufzuzeigen und das  Selbstbewusstsein zu stärken. Die Jugendlichen sollen darin bestärkt werden, Zivilcourage zu zeigen und klare Position gegen rechtsradikale Meinungen zu beziehen.

Text: Barbara Stenz

SWR 3 begleitete das Projekt.

Albert-Schweitzer-Realschule Mayen verabschiedet die Klassen 10

124 Schülerinnen und Schüler mit dem Zeugnis der Mittleren Reife in einen neuen Lebensabschnitt entlassen

Die Albert-Schweitzer-Realschule verabschiedete den Abschlussjahrgang 2008/09 mit einem festlichen Programm.

Erster Höhepunkt der Feierlichkeiten war der bereits traditionelle „Abschlussball“. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler in festlicher Kleidung ihr Können in Wiener Walzer, Slow Fox und Co. einem interessierten Publikum von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und vielen Ehemaligen vorführen. Ein besonderer Dank gilt hier der Tanzschule Andreas Kley aus Neuwied für die Unterstützung und die Durchführung eines Tanzkurses. Auch die Erwachsenen hatten an diesem Abend die Möglichkeit das Tanzbein zu schwingen.

Die offiziellen Feierlichkeiten begannen mit einem Wortgottesdienst zum Thema: „Viele Türen öffnen sich heute automatisch, doch die wichtigste musst du selbst öffnen“ in der Herz-Jesu-Kirche. Ein herzlicher Dank gilt Herrn Pastor Matthias Veit, der unterstützt durch die Religionskolleginnen Barbara Stenz, Edeltrud Bachem und Elisabeth Vogel den Gottesdienst sehr jugendgerecht zelebrierte. Für die musika-lische Umrahmung sorgten die Bläsergruppe, Solisten des Abschlussjahrganges und die Klasse 9 A unter der Leitung von Anne Heuft.

Stellvertretend für alle Mitschülerinnen und Mitschüler begrüßten Isabel Rosenbaum und Philipp Klapperich die geladenen Gäste in der Schulsporthalle zur offiziellen Übergabe der Zeugnisse. In ihrer Rede betonten sie die prägenden Eindrücke während der Realschulzeit und zogen ein positives Resümee.

Die Schulleiterin, Gisela Mendritzki, gratulierte im Anschluss dem Abschluss-jahrgang. Eindrucksvoll interpretierte sie die Klassenthemen zum Motto: „TV-Total“ und hob hervor: „Das wahre aktive Leben hat so viel mehr zu bieten als der passive Medienkonsum“. Sie verabschiedete sich und machte Mut, die Tür zu öffnen in den neuen Lebensabschnitt und eine erfüllte Zukunft.

Lothar Rosenbaum, der als Vorsitzender des Schulelternbeirates ebenso ausscheidet wie sein Stellvertreter Kurt Schmitz, gratulierte den Absolventen zur Mittleren Reife. Er dankte den Lehrerinnen und Lehrern sowie der Schulleitung, dem Sekretariat und dem Förderverein für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Schüler und betonte, die Realschule ermögliche den Jugendlichen ein gutes Fundament, auf das sie eine Zukunft bauen könnten.

Anschließend verabschiedete Frau Mendritzki die beiden Vorsitzenden des Schul-elternbeirates, deren Kinder im Abschlussjahrgang sind, mit einem herzlichen Dank für die langjährige, engagierte Arbeit an der Albert-Schweitzer-Realschule.

Sie betonte die fachliche Beratung und vielfältige materielle Unterstützung des Vorsitzenden ebenso wie seinen umkomplizierten Einsatz für die Kinder. In der herzlichen Verabschiedung war dessen tiefe Verbundenheit mit der Realschule spürbar.

Viele Schülerinnen und Schüler konnten auch in diesem Jahr Ehrungen für ihr Engagement und für besondere Verdienste entgegen nehmen. Das scheidende Schülersprecherteam (Isabel Rosenbaum, Frederike Göke, Philipp Klapperich und Joseph Weig) wurde gebührend verabschiedet und das kürzlich neu gewählte vorgestellt (Alexander Michel, Dana-Elisa Steffens und Hanna Schumacher).

Die Buchpreise für besonderes soziales Engagement in der Klasse gingen an:

Simone Gügel (10 A), Elena Rummel (10 B), Anna Giegling (10 C), Nico Engel (10 D) und Ingo Keuser (10 E). Als Jahrgangsbeste wurde Katja Jubelius (10 C) ausgezeichnet, sie erreichte einen Notendurchschnitt von 1,3. Den Buchpreis der Ministerin für seinen überragenden Einsatz in der Schule erhielt Philipp Klapperich (10 B).

Für den musikalischen Rahmen sorgte in bewährter Art und Weise der Projektchor der Klassen 10 unter der Leitung von Klaus-Bernd Schneider.

Die Schulgemeinschaft gratuliert dem Abschlussjahrgang 2009 zur Mittleren Reife.

Foto: privat